Liebe Schwestern und Brüder,

Ostern steht vor der Tür – das größte und tiefste Fest unseres Glaubens. In diesen österlichen Tagen dürfen wir neu erfahren, was unser Herz im Innersten trägt: die Zusage, dass das Leben stärker ist als der Tod, dass Licht die Dunkelheit durchbricht und dass Gottes Liebe keine Grenzen kennt. Die Auferstehung Jesu ist nicht nur ein Ereignis der Vergangenheit, sondern eine lebendige Wirklichkeit, die auch heute unser Leben verwandeln möchte.

Nach den Wochen der Fastenzeit, in denen wir uns auf diesen heiligen Höhepunkt vorbereitet haben, lädt uns das Osterfest ein, mit neuen Augen auf unser Leben zu schauen. Christus ist auferstanden – und mit ihm erwacht Hoffnung, die nicht vergeht. Sein leeres Grab ist ein Zeichen dafür, dass Gott uns nicht im Dunkel lässt, sondern uns immer wieder herausruft aus Angst, Schuld, Resignation und Mutlosigkeit.

Die Begegnungen des Auferstandenen mit den Jüngern zeigen uns, was auch uns verheißen ist: Er kommt in ihre Mitte, er spricht ihnen Frieden zu, er stärkt sie, er sendet sie. So will er auch uns begegnen – in unserem Alltag, in unseren Beziehungen, in Situationen der Freude genauso wie in Momenten der Unsicherheit. Ostern sagt uns: Wir sind nicht allein. Christus geht mit uns, schenkt Kraft zum Neuanfang und lässt uns aufblühen, wo wir es nicht mehr erwartet hätten.

Gerade in einer Welt, die oft von Sorgen, Konflikten und Unsicherheiten geprägt ist, brauchen wir diese Botschaft der Auferstehung. Sie ruft uns dazu auf, Menschen des Lichts und der Hoffnung zu sein – Zeuginnen und Zeugen der Liebe Gottes, die weiterwirkt in uns und durch uns.

Möge dieses Osterfest unsere Herzen erfüllen. Möge der Auferstandene uns seinen Frieden schenken, unser Leben erhellen und uns den Mut geben, ihn weiterzutragen in unsere Familien, in unsere Gemeinde und in all die Orte, wo Hoffnung gebraucht wird.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien ein gesegnetes, frohes und von Gottes Licht erfülltes Osterfest! Pfr. Adm. Frank Schwegler